BiT/S

 

Antwort Oberbürgermeister F. Klingebiel  ( hier )

 

 

Die Antwort von unserem Oberbürgermeister kann BiT/S und die BürgerInnen von Thiede/Steterburg leider nicht zufrieden stellen. Seit über 14 Jahren wird die Verantwortung zwischen den Verantwortlichen hin und her geschoben.

Jede der beteiligten Verwaltungen und Behörden sucht nach Ausreden und schiebt die Verantwortung auf den Anderen.

Dabei gibt es klare Richtlinien wie z.B.: "Laut StVO § 45 (1) 3. darf die Straßenverkehrsbehörde die Benutzung  bestimmter Straßen oder Straßenstrecken zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen beschränken oder verbieten und den Verkehr umleiten".

Weiterhin geht aus dem Gutachten klar hervor, dass die zulässigen Lärm-Grenzwerte in unserer Ortschaft überschritten werden.

Siehe hierzu auch eine E-Mail vom Ratsherrn C. Striese an den ersten Stadtrat R. Dworog.

 

Wir verweisen nochmals auf die Zustimmung des Rates der Stadt Salzgitter zu dem Antrag 5146-14 der SPD Ratsfraktion  (Beschlussvorlage 4307/15 und zu der Ergänzungsvorlage 4307/15-1) hin.

 

Ferner auf die über 50!!!! Anfragen und Anträge des Ortsrates der Ortschaft Nordost zu dieser Problematik seit 2005. Für diese Unterstützung möchten wir uns bei unserem Ortsrat herzlich bedanken.

 

  

Also, handeln sie endlich Herr Oberbürgermeister und weisen Sie die Verwaltung an, die uns zustehenden Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung in Thiede/Steterburg umzusetzen!

 

 

 

Offener Brief an unseren Oberbürgermeister F. Klingebiel

 

BIT/S                                                                                                                                                            Salzgitter, den 22.06.2011

- Bürgerinitiative gegen den Schwerlastverkehr durch Thiede-Steterburg -

Vorsitzender

Klaus-Peter Querfurt

Sammifeld 1e

38239 Salzgitter

E-Mail:info@buergerinitiative-thiede-steterburg.de
www.buergerinitiative-thiede-steterburg.de

 

 

 

Persönlich

Herrn Frank Klingebiel

Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter.

Rathaus Salzgitter

Joachim-Campe-Str. 6-8

38225 Salzgitter

 

 

 

Kopie: Ortsrat Nordost

 

 

Starke Beeinträchtigung durch Lkw-Verkehr in Thiede/Steterburg.

 

 

Sehr geehrter Herr Klingebiel,

Am 29.10.2009 übergaben wir Ihnen 1275 Unterschriften von Bürgern des Ortsteils Thiede/Steterburg mit der Bitte, den Lkw-Verkehr aus unserer Ortschaft zu verbannen.

In einem persönlichen Gespräch versprachen Sie uns zu, die Sorgen der Bürger ernst zu nehmen. Sie wollten mithelfen die Probleme zu bewerten, Zuständigkeiten zu klären und nach Lösungen zu suchen damit diese unendliche Geschichte seit 1994 endlich ein gutes Ende findet.

 

Es wurden viele Problempunkte durch unsere Bürgerinitiative und dem Ortsrat Nordost aufgezeigt wie z.B.:

 

  • Der extrem hohe Anteil des Schwerlastverkehrs am Verkehrsaufkommen.
  • Die Überschreitung der Lärmgrenzwerte an vielen Gebäuden in unserer Ortschaft am Tag und in der Nacht.
  • Die hohe Einfahrtgeschwindigkeit an den Ortseingängen.

 

Die genannten Punkte sind durch Messungen und Gutachten sachlich belegt worden. Hierzu wurden von uns Lösungsvorschläge erarbeitet und zur Diskussion gestellt.

 

Am 26.05.2010 wurde der Beschlussvorlage 4307/15 und der Ergänzungsvorlage 4307/15-1 durch den Rat der Stadt Salzgitter einstimmig zugestimmt, die B 248 zwischen BS-Rüningen und Salzgitter-Immendorf auf die Eisenhüttenstraße und Industriestraße-Mitte zu verlegen.

 

Am 11.05.2011 fand dazu ein Gespräch beim Niedersächsischen Verkehrsminister Jörg Bode statt. Auch das  brachte leider keine konkreten Fakten für die Bürger von Thiede/Steterburg.

 

Bis auf eine Beschilderungsänderung auf der A39 Abfahrt Braunschweig Süd (Der Hinweis auf die Fahrtrichtung nach Salzgitter Bad wurde entfernt) und der Ankündigung eines Nachtfahrverbots für Lkws (von dem wir übrigens absolut nicht viel halten) ist nichts weiter passiert.

 

Als passendes Beispiel beziehen wir uns auf eine Anfrage 6117/15 der CDU Ratsfraktion vom 06.04.2011 an den Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss. Hierbei geht es um die Auslösewerte von 69 Dezibel (A) bei Tag und 59 Dezibel (A) bei Nacht die in Kern-, Dorf- und Mischgebieten die für die (freiwillige) Lärmsanierung des seit dem 01.01.2010 „Nationalem Verkehrslärmschutzpaket II“ gelten.

Bei der Beantwortung durch die Verwaltung der Stadt Salzgitter wird folgendermaßen argumentiert:

„Das „Nationale Verkehrslärmschutzpaket II“, das in der Anfrage zitiert wird, stellt basierend auf dem „Nationalen Verkehrslärmschutzpaket 2007“ lediglich eine Absichtserklärung dar. Sie zielt darauf ab, den Verkehrslärm grundsätzlich zu reduzieren und Lärmbrennpunkte zu entschärfen, setzt aber keine rechtlich verbindlichen Lärmgrenzwerte fest. Im „Verkehrslärmschutzpaket II“ wird unter dem Punkt „Maßnahmen“ auf Seite 4 lediglich eine mögliche Festlegung von um 3 db(A) niedrigeren Grenzwerten für die Lärmsanierung voraussichtlich für 2011 in Aussicht gestellt und dem Bundestag vorgeschlagen, die gesetzlichen Grundlagen hierfür spätestens 2011 zu schaffen“.

 

Auf eine Nachfrage bei dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bekamen wir folgende Antwort: „Ein Beschluss des Bundestages zu dem Gesamtpaket ist nicht vorgesehen“.

 

Mann muss nun die Frage stellen, warum übernimmt die Stadt Salzgitter hier nicht eine bürgerfreundliche freiwillige Vorreiterrolle. Anstatt dessen versteckt man sich hinter Ausflüchte und Paragraphen.

 

Die Anfrage 6117/15-AW und die e-Mail des BMVBS legen wir als Kopie bei.

 

Es ist traurig zu sagen, dass wir so langsam den Eindruck gewinnen, dass die vorhandene Problematik in den verschiedenen Verwaltungen bzw. Behörden durch unnützes Kompetenzgerangel zerredet und zermahlen.

 

Weiterhin ist es offensichtlich, dass unser Problem einfach nicht ernst genug genommen wird. Wie kann es angehen, dass die Bürger unserer Ortschaft gegenüber den Bürgern von Wolfenbüttel Ortsteil Groß-Stöckheim durch ein einseitiges Richtungsdurchfahrtsverbot über 7,5 Tonnen auf der L615 diskriminiert werden (siehe beiliegendes Foto).

 

 

Sehr geehrter Herr Klingebiel,

 

mit diesem Schreiben möchte Sie die Bürgerinitiative gegen den Schwerlastverkehr durch Thiede/Steterburg BiT/S nochmals auf die problematische Verkehrssituation und die großen Gefahren, welche durch den Schwerlastverkehr in unserer Ortschaft verursacht werden, aufmerksam machen.

 

Obwohl wir Sie um Unterstützung gebeten haben, wurden leider bis zum heutigen Tag noch keine wirklich greifenden Gegenmaßnahmen zur Verkehrsberuhigung umgesetzt.

 

Im Fernsehbericht „Hallo Niedersachsen“ am 07.04.2011 äußerte sich die Kinderbeauftrage der Stadt Salzgitter, dass Sie ein kinder- und familienfreundliches Stadtkonzept mit kindersicheren Wegen erarbeiten wollen. Vergessen Sie nicht Thiede/Steterburg mit einzubinden, denn Verkehrssicherheit ist für unsere Kinder in unserer Ortschaft definitiv nicht mehr gegeben.

 

Die Bürgerinitiative verlangt daher weiterhin ein sofortiges Lkw-Durchfahrtverbot für Thiede/Steterburg.

 

Die EU hat den Gemeinden erheblichen Gestaltungsspielraum gelassen, der auch für unsere Ortschaft konsequent genutzt werden muss. Es bleibt den Städten überlassen, gerade die von außen „aufgedrückten“ Lärmprobleme wie z.B. die der B248, offensiv zu unterstützen und anzumahnen. Es gibt für Lkws keinen ersichtlichen Grund Thiede/Steterburg zu durchfahren. Eine konstruktive Lösung ist bereits bekannt und vorhanden!

Insbesondere durch den Bau des Autobahnknotens im Braunschweiger Süden können die B248-Nutzer Salzgitter-Thiede über die Autobahnen A39 und A395 bequem umfahren. Jeder unnötig durch unsere Ortschaft fahrende Lkw birgt Gefahren für unsere Mitbürger. Täglich wird in den Medien von schweren Unfällen mit beteiligtem Schwerlastverkehr berichtet.

 

Eine Stadt, die pro Jahr etwa ein Prozent der Bevölkerung verliert, sollte sich schnell und zielstrebig für sinnvolle Lärmschutzmaßnahmen und Lebensqualität ihrer Bürger einsetzen. Lärmschutz darf keine Spielwiese der Verwaltung sein, sondern ist praktischer Gesundheitsschutz. Bitte unterstützen Sie unsere Bürgerinitiative. Resignieren Sie nicht, sondern gehen Sie für unsere Ortschaft in die Offensive, um die Lebensqualität der Bürger von Thiede/Steterburg spürbar zu verbessern.

 

Eine zweite klärende Gesprächsrunde in Ihrem Haus würden wir sehr begrüßen.

 

Vielen Dank im Voraus für Ihre bisherigen Bemühungen.

 

Mit freundlichen Grüßen
BiT/S - Bürgerinitiative gegen den Schwerlastverkehr durch Thiede – Steterburg –

 

Der Vorstand:

Klaus-Peter Querfurt            Anna-M. Hahn

 

 

Verkehrslärmuntersuchung für die Ortsdurchfahrten in Salzgitter-Thiede.

Beurteilungspegel – “002-Analyse-2010.sit“

 

( hier )

 

Nun ist es amtlich. Wie wir von BiT/S immer vermutet haben, steht nun einwandfrei fest, dass laut Verkehrslärmuntersuchung die Grenzwerte an vielen Häusern in unserer Ortschaft am Tage sowie auch in der Nacht überschritten werden.

 

Nach der RLS 90 gelten die B248 Frankfurter Straße, die Danziger Straße, der Panscheberg und die Wolfenbütteler Straße als Bestandsstraßen (kein Neu- oder Umbau). Für diese Straßen gelten in Kerngebieten, Dorf- und Mischgebieten als Grenzwerte 72 dB (A) am Tage und 62 dB (A) in der Nacht.

 

Seit 1978 kann aufgrund haushaltsrechtlicher Regelung Lärmschutz an bestehenden Bundesfernstraßen Lärmsanierung durchgeführt werden. Die Bundesregierung beabsichtigte, die Lärmsanierung an Bundesfernstraßen noch mehr als bisher voran zu bringen. Eine deutlich hörbare Senkung der Auslösewerte für die Lärmsanierung von 1986 um 3 Dezibel (A) wurde angestrebt. Die gesetzliche Grundlage für diese Absenkung wurde bereits im Bundeshaushalt 2010 geschaffen.

 

Seit 01.01.2010 gelten für die Lärmsanierung nun folgenden Auslösewerte in Kerngebieten, Dorf- und Mischgebieten.

 

Tag:  69 Dezibel (A)          Nacht:   59 Dezibel (A)

 

Da zum Teil Beurteilungspegel von 74 dB (A) am Tag und 66 dB (A) in der Nacht erzielt werden (siehe Verkehrslärmuntersuchung) sind die Grundlagen für eine Lärmsanierung absolut gegeben.

Ferner hat die Straßenverkehrsbehörde das Recht und die Verpflichtung nach §45 Abs.1 Satz 2 Nr. 3 StVO den Verkehr zu beschränken, zu verbieten oder umzuleiten, wenn der Wohnbevölkerung Gefahren durch Lärm und Abgase drohen.

 

 

Die Bürgerinitiative gegen den Schwerlastverkehr durch Thiede/Steterburg BiT/S informiert!

 

Sehr geehrte BürgerInnen von Thiede/Steterburg,

damit das Leben an den Hauptverkehrswegen in unserer Ortschaft wieder mehr Lebensqualität bekommt, haben wir, die Bürgerinitiative gegen den Schwerlastverkehr durch Thiede/Steterburg, seit ca. drei Jahren dem Schwerlastverkehr den Kampf angesagt.

Mit Informationsständen, Versammlungen, Demos, Unterschriftensammlungen, Pressearbeit und diversen Anschreiben an die verantwortlichen Politiker aller Parteien haben wir auf die unerträgliche Verkehrssituation in Thiede/Steterburg aufmerksam gemacht.

Von fast allen MitbürgerInnen der Ortschaft Thiede/Steterburg haben wir große Zustimmung für unseren Einsatz erhalten. Einige MitbürgerInnen haben uns oft belächelt und als Exoten bezeichnet. Trotzdem haben wir unser Ziel vehement weiter verfolgt.

 

Jetzt ist Bewegung in die Angelegenheit gekommen!

 

Am Mittwoch den 26. Mai 2010 wurde der Antrag 5146-14 der SPD Ratsfraktion zu den Vorlagen 4307/15 und 4307/15-1: Anregung des Ortsrates der Ortschaft Nordost nach § 55g Abs. 4 NGO Verlegung der B 248 zwischen BS-Rüningen und Salzgitter-Immendorf auf die Eisenhüttenstraße und Industriestraße-Mitte

in der Ratssitzung der Stadt Salzgitter mit Stimmenmehrheit (bei zwei Enthaltungen) angenommen.

 

Wir von BiT/S haben immer daran geglaubt, dass diese schon über 16 Jahre dauernde unendliche Geschichte ein gutes und für alle akzeptables Ende findet.

Der Grundstein ist gelegt!

 

Nun sind die Verantwortlichen des Landes Niedersachsen und der Stadt Salzgitter gefordert, die Verlegung der B248 zügig voranzutreiben.

 

Wir möchten hervorheben, dass wir stets Unterstützung durch die Verantwortlichen der beiden großen Fraktionen im Ortsrat erhalten haben. Stellvertretend für alle möchte sich BIT/S hiermit beim Ortsrat der Ortschaft Nordost, besonders bei Herrn Wilhelm Schmidt und Herrn Christian Striese, sowie bei dem Rat der Stadt Salzgitter und dem Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter Herrn Frank Klingebiel für ihren bisherigen Einsatz bedanken. Gleichzeitig geht unser Dank an die Salzgitter-Zeitung für die positive Berichterstattung und an alle AnwohnerInnen der Ortschaft Thiede/Steterburg, die uns immer unterstützt und an uns geglaubt haben.

 

 

Problemdarstellung Schwerlastverkehr durch Thiede/Steterburg.

Zahlen, Fakten und Lösungen. ( mehr… )

 

Die Bürgerinitiative wurde 2007 gegründet, um die Einzelaktivitäten der Herren A. Heinrich und K.-P. Querfurt und der „Aktion gegen den Straßenlärm“, Initiator Herr W. Ahl, zu bündeln um gemeinsam gegen den Schwerlastverkehr, d.h. Brummi-Durchfahrten über 7,5 Tonnen durch die Ortschaft Thiede / Steterburg, zu stoppen.

Damit wollen wir sowohl den ständig zunehmenden Verkehrslärm reduzieren, als auch die Sicherheit auf unseren Straßen für jung und alt entscheidend verbessern. Immerhin ist Thiede / Steterburg gewachsen und wir haben 3 Schulen, 5 Kindergärten und 2 Seniorenwohnheime im Ort.

 

Seit ca. 1994 wird von diversen politischen Vertretern und dem Ortsrat der Ortschaft Nordost versucht, den Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen aus unserer Ortschaft zu verbannen. Leider stoßen alle Bemühungen bei der Stadt Salzgitter bis zum heutigen Tag auf taube Ohren. Alle Eingaben bzw. Anträge wurden mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt, obwohl eine natürliche Umgehung über die Eisenhüttenstraße vorhanden ist.

Darum haben wir uns entschlossen, diese Bürgerinitiative ins Leben zu rufen. Sinn und Zweck dieser Bürgerinitiative soll sein, unsere Mitbürger über die in der Vergangenheit abgegebenen Versprechungen und über laufende Aktivitäten der politischen Vertreter, sowie unseres Ortsrates zu informieren. Ferner wollen wir die Vertreter aller politischen Parteien in Salzgitter durch Argumente und sachliche Diskussionen überzeugen, um ein kurzfristiges, generelles Durchfahrverbot für Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen durch unsere Ortschaft durchzusetzen.

Schon 2006 stellte unser damaliger Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) in einem Zeitungsartikel das erste offizielle Verkehrsschild (mehr…) zur Sperrung von Bundesstraßen für den Lkw-Durchgangsverkehr vor. Die Verkehrsbehörden haben damit die Möglichkeit, gezielt vor Ort gegen zusätzliche Verkehrsbelastungen vorzugehen.

Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger unserer sonst so schönen Ortschaft um rege Beteiligung bei geplanten Unterschriftensammlungen, Infoständen und Veranstaltungen. Eine aktive Mitarbeit in unserer Initiative würden wir auch sehr begrüßen.

 

Interessenten an der „Aktion gegen den Straßenlärm“, können bei Herrn E. Bekurts (Danziger Straße 33) ein Protestschild (gegen 7,5 Tonnen) zum Selbstkostenpreis abholen und dieses für jedermann sichtbar auf ihrem Grundstück anbringen.